|
Die Entwicklungs-Tools und -Umgebungen der IBM für iSeries wurden seit V5R1 völlig neu gestaltet. Die Entwicklung für iSeries soll, wie mit CODE/400 vor schon langer Zeit begonnen, nicht mehr auf dem Host-System, sondern remote auf einem PC oder Linux-System stattfinden. Die iSeries soll lt. Positionierung nur noch als Laufzeit-Serversystem fungieren, d. h., bis auf den remoten Test der Serverkomponenten soll auf iSeries nur noch deren Abarbeitung zur Produktion stattfinden. Die Client-Komponenten einer Client/Server-Anwendung werden sowieso i A. lokal entwickelt.
Die Entwicklungsumgebungen Rational Application Developer, Rational Developer für System i (RDi), Rational Business Developer (RBD) und WebSphere Development Studio Client (WDSC) Standard und Advanced sind für die Entwicklung von Client- und Server-Komponenten, also für die gesamte Anwendung ausgelegt. Also entwickelt man mit WDSC und RDi auch RPG Programme und alle Arten DDS. Diese Umgebungen sind sind Plugin-Erweiterungen des Open-Source-Produktes Eclipse, das die Infrastruktur und die Java Features liefert.
So werden die alten Tools PDM, SEU, SDA, RLU, DFU u. A., die jetzt zu WDS (WebSphere Development Studio) gehören, nicht mehr weiter entwickelt. Durch diese Verödung übt die IBM sanften Druck auf die Entwickler aus, um auf WDSC umzusteigen, so lange sich dessen enorme Potenz und Produktivität (trotz noch bestehender handwerklicher Mängel) noch nicht herumgesprochen hat und als Zugmittel wirkt.
CODE, insbesondere der Designer für Display und Printer Files, kann in WDSC als Editor eingebunden werden. Dies wird erst dann nicht mehr nötig sein, wenn alle seine Funktionen in WDSC realisiert sein werden. Der CODE Designer existiert bereits als “Technical Preview” im RDi.
Mit den genannten IBM Entwicklungsumgebungen wird die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse durch IBM Plugins kompatibel erweitert. Auch Tool-Komponenten anderer Hersteller können zusätzlich “hineingesteckt” werden. Damit werden die schon als universell konzipierten IBM Umgebungen “noch universeller”.
Die Universalität beruht auf einheitlichen Open-Source Projektstrukturen, die alle möglichen Disziplinen von Entwicklungen unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche in den so genannten Perspektiven stattfinden lassen, von Java über HTML, XML, Datenbank, Serverkonfigurationen, RPG, DDS bis zur UML, dazu Testumgebungen, Versionsmanagement und Team-Entwicklung.
Gewaltig, dieses Werkzeug! Da muss der Novize aufpassen, dass er nicht von der geballten Gewalt der verschiedensten Entwicklungsdaten und Metadaten, von den vielen, teilweise noch gestapelten Fenstern, von den vielen Menüs an als Haupt- Popup- der Sicht-Menü, und das auch noch angepasst auf die jeweilige Perspektive und anpassbar auf den Geschmack des Entwicklers, erschlagen wird.
Wohl dem, der erst einmal an die Hand genommen wird und eine Grundorientierung vermittelt bekommt. Dann braucht er nicht nach den Puzzle- oder Trial-and-Error-Prinzip alles mühsam und zeitaufwändig erarbeiten. Ist der Groschen erst einmal gefallen, wird der Entwickler fasziniert sein von der Logik und Schönheit, wird er motiviert sein, die anderen fast unendlich vielen Details zu erforschen.
In der IBM iSeries Software Subscription bis V5R4 ist WDSC Standard mit beliebig vielen Entwicklerlizenzen enthalten, nur für die Advanced Edition, die um einige Enterprise Features wie Enterprise Java Beans und Profiling Tools angereichert ist, müssen zusätzliche Lizenzen erworben werden. Ab V6R1 gibt es ein neues Entwicklungsplatz-bezogenes Lizenzmodell der IBM für die Entwicklungswerkzeuge.
UBHartung hat am Betatest der Version 5 von WDSC teilgenommen. Wir bieten in unseren Services kundenindividuelle Schulungen zu den IBM Entwicklungsumgebungen an.
|